Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

 
 
 
 
 
 
 
 

Bachelor-/ Masterstudiengang in Psychologie

Regelstudienzeit:

Ab dem Wintersemester 06/07 wird in Magdeburg statt des bisherigen sehr erfolgreichen Diplomstudiengangs ein Bachelor-/Master-Studiengang (beginnend mit dem Bachelor-Studiengang) angeboten, der die bewährten Inhalte des Vorgängerstudiengangs fortführt.

Seit Jahren zählt Psychologie bundesweit zu den attraktivsten Studienfächern. Deshalb gilt der Studiengang Psychologie seit den 70er Jahren als hartes NC-Fach. Der im "Magdeburger Modell der Psychologie" etablierte Schwerpunkt im Schnittfeld von Neurowissenschaften und Sozialwissenschaften entspricht den aktuellen Hauptentwicklungslinien der Psychologie. Damit wird u.a. der steigenden Nachfrage nach einer berufsfeldspezifisch-neurowissenschaftlichen Ausbildung von Psychologinnen und Psychologen Rechnung getragen, die in multidisziplinärer Kooperation mit Medizin und Biologie arbeiten und konkurrieren müssen. Das Modell hat durch die Verzahnung natur-, neuro-, verhaltens- und sozialwissenschaftlicher Disziplinen Modellcharakter für eine integrale bio-psycho-soziale Psychologieausbildung in der Bundesrepublik.

Der Studiengang "Bachelor of Science in Psychologie" dauert 3 Jahre (6 Semester und 180 ECTS), qualifiziert für verschiedene Berufsfelder und bildet zugleich die Zugangsvoraussetzung zum Studiengang "M.Sc. in Psychologie". Der "B.Sc. in Psychologie" qualifiziert für psychologische Routinetätigkeiten, in der Regel unter der Verantwortung einer/eines Dipl.-Psych. oder M.Sc. in Psychologie. Durch eine weitgehend standortunabhängige, einheitliche Gestaltung des Bachelor-Studiums mit einer vergleichbaren Gewichtung des Anteils von Methoden, Grundlagen- und Anwendungsfächern wird eine breite Qualifikation für verschiedene Berufsfelder und eine maximale Flexibilität für ein nachfolgendes Studium "M.Sc. in Psychologie" ermöglicht.

Im Gegensatz zu den ersten sechs Semestern im bisherigen Diplomstudiengang Psychologie handelt es sich beim "B.Sc. in Psychologie" um ein stärker berufsorientiertes Grundstudium. Dem wird u.a. dadurch Rechnung getragen, dass im B.Sc.-Studiengang Grundlagen- und Anwendungsfächer in gleicher Gewichtung vertreten sind.

Insgesamt umfasst das B.Sc.-Konzept 180 ECTS-Punkte, die sich auf 18 Module in Psychologie, 1 Nebenfachmodul, 30 Versuchspersonenstunden, 12 Wochen berufsorientiertes Praktikum (mit der Möglichkeit einer Aufteilung in zwei 6-wöchige Praktika) sowie die 12-wöchige Bachelorarbeit verteilen.

Im zweiten Semester wird eine Orientierungsprüfung abgelegt werden, anhand derer entschieden wird, ob die Studierenden weiter am Bachelor-Studiengang teilnehmen können. Es wird erwartet, dass die überwiegende Zahl der Absolventen des Bachelor-Studiengangs anschließend ihre Studien im Studium im "M.Sc. in Psychologie" fortsetzten.

Das Studium "Master of Science in Psychologie"dauert zwei Jahre oder vier Semester und umfasst 120 ECTS-Punkte, davon entfallen 15 ECTS-Punkte auf ein 12-wöchiges berufsorientiertes Praktikum und 30 ECTS-Punkte auf die 6-monatige Masterarbeit. Das Studium sieht ein Kerncurriculum vor, das aus Forschungsmethoden, Psychologischer Diagnostik und Kommunikation wissenschaftlicher Ergebnisse besteht. Inhalt und Umfang der Diagnostikausbildung decken am Ende eines Masterstudiums mindestens das Grundwissen für die berufsbezogene Eignungsbeurteilung nach DIN 33430 ab und die Kriterien der entsprechenden Lizenzprüfungsordnung. Darüber hinaus werden drei fachliche Spezialisierungen angeboten, von denen jeweils eine studiert wird. Die drei Spezialisierungen werden voraussichtlich Klinische Neuropsychologie und Kognitive Neurowissenschaft, Familienpsychologie und Umwelt-Organisations-Psychologie sein. Im Rahmen von Projektarbeiten werden die Studierenden die Möglichkeit erhalten, in aktuelle Forschungsarbeiten einbezogen zu werden. Gleichzeitig dienen Projektarbeiten der Verzahnung von verschiedenen Anwendungs- und/oder Grundlagenfächern.

Einsatzgebiete/Berufsaussichten:

Magdeburger Psychologinnen und Psychologen finden Tätigkeitsfelder in forschungsorientierte Laufbahnen an Universitäten und Forschungseinrichtungen, gleichzeitig qualifizieren sie sich entsprechend der gewählten fachlichen Spezialisierungen als klinische (Neuro) Psychologen für Berufsfelder in (Rehabilitations-)Kliniken und in der Pharmaforschung, aber ebenso in Familien- und Erziehungsberatungsstellen, Jugendämtern oder in der Sozialhilfe sowie für Tätigkeiten in der Arbeits-, Organisations- und Umweltberatung in Industriebetrieben, Arbeitsämtern oder Institutionen der Weiterbildung

Letzte Änderung: 17.04.2018 - Ansprechpartner: Falco Plümecke
 
 
 
 
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